
{"id":2049,"date":"2019-03-06T11:59:49","date_gmt":"2019-03-06T10:59:49","guid":{"rendered":"http:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/?p=2049"},"modified":"2019-03-06T12:05:42","modified_gmt":"2019-03-06T11:05:42","slug":"barbara-holub","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/?p=2049","title":{"rendered":"Barbara Holub"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Direkter Urbanismus.<\/strong><br><strong>Die Rolle von Kunst und k\u00fcnstlerischen Strategien f\u00fcr gesellschaftlich engagierte Stadtplanung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer kumulativen Dissertation reflektiert Barbara Holub, wie\nihre kritische k\u00fcnstlerische Praxis und ihre k\u00fcnstlerisch-urbanistischen\nStrategien zu einer gesellschaftlich engagierten Stadtentwicklung beitragen und\ndamit eine Ver\u00e4nderung in der Gesellschaft bewirken k\u00f6nnen. F\u00fcr diese\ntransdisziplin\u00e4re Praxis zwischen Kunst, Urbanismus und Architektur gr\u00fcndete\nsie transparadiso, gemeinsam mit dem Architekten Paul Rajakovics. Als\nEntgegnung auf neoliberale Stadtplanungspolitik entwickelte transparadiso die\nMethode des direkten Urbanismus, in der Planung und Handlung ineinandergreifen,\num damit auch auf ungeplante Ver\u00e4nderungen reagieren zu k\u00f6nnen. Direkter\nUrbanismus involviert k\u00fcnstlerisch-urbanistische Strategien l\u00e4ngerfristig in\nStadtplanungsprozesse und agiert entgegen der Dichotomie von Top-down- und\nBottom-up-Planung. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Dissertation versammelt ausgew\u00e4hlte Projekte und Texte zu\naktuellen urbanen und gesellschaftlichen Herausforderungen und zeigt die\nErkenntnisse, die Barbara Holub im Rahmen ihres Forschungsprojekts <em>\u201ePlanning\nUnplanned \u2013 Towards a New Positioning of Art in the Context of Urban\nDevelopment\u201c <\/em>gewonnen hat. Projekte und Texte werden hier in der\nWechselwirkung von \u201eForschung durch Praxis\u201c zusammengef\u00fchrt und dabei aus der\nKomplexit\u00e4t der wechselnden Perspektiven \u2013 zwischen kritisch engagierter Kunst\nund Urbanismus \u2013 betrachtet. Obwohl es seit vielen Jahren eine wachsende\nProduktion innovativer urbanistischer, k\u00fcnstlerischer und sozial engagierter\nPraktiken gibt, fanden diese bis dato kaum Eingang in die dominante\nPlanungspraxis. Die wesentliche Frage ist daher: Welche Rahmenbedingungen sind\nnotwendig, um sozial gerechte Stadtentwicklung umsetzen zu k\u00f6nnen,\ngemeinschaftliche Werte zu f\u00f6rdern und damit den dominanten neoliberalen\nwirtschaftlichen Interessen entgegenzuwirken? Entscheidend ist das\nZusammenwirken verschiedener Expertisen \u2013 nicht nur aus Kunst, Architektur und\nStadtplanung, sondern auch aus Soziologie, Anthropologie, Stadtforschung und\nvon ExpertInnen, die sozial orientierte \u00f6konomische Modelle entwickeln. Deshalb\nentwarf Barbara Holub in ihrem Forschungsprojekt \u201ePlanning Unplanned\u201c die neue\ntransdisziplin\u00e4re Rolle des Urban Practitioners.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Projekten und Texten vorangestellt ist ein ausf\u00fchrlicher\nEinf\u00fchrungstext, in dem Barbara Holub erstmals ihre k\u00fcnstlerisch-urbanistischen\nStrategien anhand ihrer Projekte analysiert und miteinander verbindet. Sie untersucht\nkritisch das Thema Partizipation und propagiert vielmehr neue Formen der\nZusammenarbeit zwischen ExpertInnen, die in den verschiedenen Feldern agieren,\njedoch auch zwischen AuftraggeberInnen und AuftragnehmerInnen und anderen am\nPlanungsprozess Beteiligten, um sozial engagierten Planungsmethoden wie\ndirektem Urbanismus zum Durchbruch zu verhelfen. Daf\u00fcr schafft transparadiso\nk\u00fcnstlerisch-performative Situationen, in denen insbesondere das Spiel sowie\nMethoden zur kollektiven Wunschproduktion eingesetzt werden. Die Beteiligten\nproduzieren Visionen f\u00fcr urbanistische Programme, die ihre divergierenden\nInteressen und damit eine Vielfalt f\u00fcr das Zusammenleben widerspiegeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schlusstext fasst Barbara\nHolub zusammen, was Kunst kann und eben nicht (bewirken) kann. Sie hinterfragt\nkritisch den Ruf nach Best Practice und endet mit einem Pl\u00e4doyer f\u00fcr Bildung\nals wesentliche Bedingung, um Stadtentwicklungsprozesse im Sinne des\nGemeinwohls und einer gerechteren Gesellschaft nachhaltig ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Direkter Urbanismus.<br \/>\nDie Rolle von Kunst und k\u00fcnstlerischen Strategien f\u00fcr gesellschaftlich engagierte Stadtplanung<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,4],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2049"}],"collection":[{"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2049"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2049\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2051,"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2049\/revisions\/2051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/zvsweb02.kunst.tuwien.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}